Der Klub die kleinen Mitglieder

KLUBBB3 - Das Leben tanzt Sirtaki (Offizielles Video)

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An dem Abend, an dem Ruth Wood glaubt, sie gehöre endlich dazu, ist sie einsam wie nie. Es ist der 2. An diesem Abend feiern rund Personen im grossen Saal mit den schweren Tischen. Ohne den Einsatz und das Talent von Ruth hätten wir heute wahrscheinlich nicht gewonnen.

Und ich verstehe einfach nicht, wieso sie nicht Mitglied sein kann in diesem Klub. Ruth Wood schaut ihre Teamkollegen an, die acht, mit denen sie gerade noch auf dem Steg gebrüllt hat. Auch sie lachen. Damals verliess sie das Bootshaus, sie lief ans Ende des Mythenquais und brüllte in den See, allein diesmal und wütend.

Dreimal, so laut sie konnte. Die Rudersektion der Grasshoppers gibt es seit Seit Jahren weigert sich der Klub, Frauen als Mitglieder zuzulassen. Aber sie offenbart, wie Herrenklubs funktionieren. Und was passiert, wenn eine Frau in sie hineindrängt. Fankhauser sitzt im Bootshaus der Ruderer auf einer der schönsten Veranden der Stadt, unter ihm liegt ein kurz geschnittener Golfrasen, dann kommt gleich der See. Es ist ein denkmalgeschütztes Haus mit dunklem Holztäfer, über Jahre alt, kürzlich wurde es für 2,5 Der Klub die kleinen Mitglieder Franken saniert.

Fankhauser war einst selber Ruderer, heute ist er Rechtsanwalt. Rudern ist vor allem ein Sport für Akademiker. Aus dem Der Klub die kleinen Mitglieder hört man, alle seien happy, Streitereien gebe es nicht, Ehefrauen und Freundinnen seien bei Festanlässen immer herzlich eingeladen.

Und es gebe fast keine Scheidungen — als ob das ein Verdienst der Männer wäre. Zudem würden Frauen ja nicht grundsätzlich ausgeschlossen, Frauen kümmerten sich zum Beispiel als Wirtinnen und gute Seelen um das Bootshaus, es gab sogar einmal eine Trainerin.

Der Klub organisiert Der Klub die kleinen Mitglieder Ruderkurse für Mädchen. Nur Mitglieder Der Klub die kleinen Mitglieder sie halt nicht werden.

Auf der Website der GC-Ruderer steht das nirgends. Wenn man eine Regatta gewinnt, zieht man sich einen Blazer und Der Klub die kleinen Mitglieder Krawatte an. Leistung zählt im GC-Bootshaus. Das Haus am See ist ein Mythos, man trainiert hier, oft zweimal täglich, feiert, sitzt zusammen, im oberen Stock werden Hausaufgaben gemacht. Generationen haben hier ihre Jugend verbracht, sie kehren immer wieder zurück — dieses Bootshaus ist Heimat für viele, die längst nicht mehr in Ruderbooten sitzen.

Wood, jährig, kam aus England in die Schweiz als Praktikantin einer bekannten Beratungsfirma. Sie war schon als Studentin in Cambridge Steuerfrau. Eine Steuerfrau muss Der Klub die kleinen Mitglieder sein, und sie muss steuern, aber vor allem muss sie spüren.

Sie war Teil des Teams. Aber nicht ganz. Sie durfte nicht duschen im Klub, weil es keine Garderoben für Frauen gibt im Bootshaus, nur einmal, als sie in einem Morgentraining ins Wasser fiel, liess sie der Trainer sich unter seiner Dusche aufwärmen.

Wood sitzt in Männerbooten, seit sie 17 ist. Buben halt. Immer schwingt mit: Das ist eben nichts für Mädchen. Wollt ihr Frauen?

Was wollt ihr dann? Sieg, Sieg, Sieg! Sie wuchs in Dresden auf und wurde nach der Wende der erste vollamtliche Headcoach im Ruderklub. Einige Frauen sahen in ihr deshalb eine natürliche Verbündete, wenn es um das Aufbrechen des Männerzirkels bei GC ging. Aber das Der Klub die kleinen Mitglieder sie nicht. Bin ich nicht.

Lassen wir den Männern diese Insel. Dynio ist jährig und arbeitet heute als Naturheilpraktikerin. In Erziehungsfragen hat sie eine klare Meinung: Am besten wäre es ihrer Ansicht nach, man würde Mädchen und Jungs auch in der Schule voneinander trennen, alles wäre viel weniger kompliziert.

So hat sie es als Trainerin bei GC erlebt. Sie können sich viel besser auf die Sache konzentrieren. Und dieses Denken hält sich im Klub, es überträgt sich von einer Männergeneration auf die nächste.

Beim ersten Mal fehlten an der Generalversammlung nur ganz wenige Stimmen, beim zweiten Mal erlebten die Befürworter ein Debakel. Unter anderem hatte ein australischer Trainer angeregt, Frauen als Mitglieder aufzunehmen. Er tat dies aus zwei Gründen: Er verstand die Ungleichbehandlung nicht. Die Abstimmung ging verloren, und entscheidend waren nicht die alten Männer, sondern die jungen.

Sie waren extra früher aus den Winterferien heimgereist, um an der GV teilzunehmen. Und sie waren fast geschlossen dagegen. Ein einziger Der Klub die kleinen Mitglieder Mann soll damals aufgestanden sein und gesagt haben, diese Verweigerungshaltung gegenüber den Frauen sei doch Mumpitz.

Rudern war in der Schweiz lange ein reiner Männersport. Als Gegenbewegung wurden in Zürich und in der Westschweiz zwei Rudervereine nur für Frauen gegründet. GC hat sein Bootshaus in der Stadt am linken Zürichseeufer, es ist einer von elf Klubs dort, alle nur wenige Schritte voneinander entfernt. Diskriminierend sei die Aufnahmepolitik deshalb nicht. Es ist eines der Argumente, warum bei GC alles so bleiben soll wie immer.

Traditionen sind wichtig, ähnlich wie bei den Zünften oder den Studentenverbindungen. Und was das alles kosten würde, eine eigene Rennabteilung für Frauen aufzubauen, dazu noch eine neue Garderobe. Viel zu teuer. Die Männer würden darunter leiden, wenn sie das Geld teilen müssten. Die Grasshoppers sind der beste Ruderklub der Schweiz — und das, obwohl an den Schweizer Meisterschaften keine Frauen-Boote punkten können.

Sie glauben: gerade deswegen. Indem sie sich nur auf die Männer konzentrierten, verzettelten sie sich nicht. Die Männer brauchten eine Frau, um zu gewinnen. Ich lieferte. Sie investierte zwei Jahre lang ihre Freizeit in den Klub, durfte aber nicht Teil davon werden, wurde aber auch nicht bezahlt für eine Dienstleistung. Ausbeutung maskiert als Tradition. Der Klub bot ihr eine Gastmitgliedschaft an, ihr war das nicht genug.

Sie wollte ganz Mitglied werden. Sie hat oft mit ihrem Trainer darüber gesprochen. Wood hätte in einem der Ruderklubs mit Frauenabteilungen Mitglied werden können. Aber sie wollte bei den Besten im Boot sitzen.

Als ginge es nur um Geselligkeit und ein paar Abende mit Gleichgesinnten. Dann kamen die Zwischenrufe. Und Der Klub die kleinen Mitglieder ein Bruch. Ich hatte gerade mit dem Team das grösste Rennen des Landes gewonnen. Diese Männer haben sich mit dem Verbot von Frauenmitgliedschaften eine Blase geschaffen, in der sie sich sicher fühlen zu diskriminieren.

Wenn eine Frau in diese Blase eindringt, wird sie verletzt. Denn die Blase könnte platzen. Nachdem Wood an diesem Abend den Saal verlassen hatte, sich beruhigt hatte am Mythenquai, kehrte sie zurück, sie holte sich ein grosses Glas Wein und stand an der Bar. Dort sprachen sie einige der Klubmitglieder an. Sie verstanden Der Klub die kleinen Mitglieder Problem nicht. Ein paar Wochen später trat Wood aus der Whatsapp-Gruppe aus. Sie wechselte zum Seeclub Zürich, weiter unten am Mythenquai, dort wurde sie Mitglied.

Dieses Jahr fuhr sie nicht mit an den Schweizer Meisterschaften, sie weiss nicht, ob sie überhaupt noch einmal mitfahren wird. Das mit der Mitgliedschaft sei eine Formalität, sagt Merkt, man könne halt keine Ausnahmen machen, auch nicht für Wood. Er sagt, er könne sich nicht mehr so richtig daran erinnern, was damals genau gewesen sei.

Wood habe wohl überreagiert, sagt Merkt. Merkt diskutiert manchmal mit seiner Mutter darüber, ob man nicht Frauen zulassen sollte bei GC. Sie findet: Ja. Er findet: Vielleicht, wer weiss, irgendwann. Der Klub die kleinen Mitglieder ist 24, er lernt gerade für das Anwaltspatent. Wir fühlen uns halt wohl so. Irgendwann möchte er sich in den GC-Vorstand wählen lassen.