Sex auf der Straße in Karaganda

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Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind. Gorbatschow und seine Revolution von oben. Auftritt in Iowa Biden bezeichnet Wähler als "verdammten Lügner". PDF drucken Gorbatschow und seine Revolution von oben Seit zwei Jahren redet und kämpft er für einen grundlegenden Wandel des Sowjetsystems.

Der sowjetische Parteichef, der sich im Sommer auf eine einsame Datscha zurückgezogen hatte, um die zwei Jahre Sex auf der Straße in Karaganda bisherigen Amtszeit zu überdenken, blätterte weiter bei Lenin und fand neuen Trost:.

Gorbatschow schrieb sich das auf. Er hat sich entschieden. Seit er Parteichef ist, hat er ausländische Staatsgäste empfangen, ein Dutzend Inspektionsreisen in Provinzen seines Reiches unternommen und ebenso viele Ausflüge jenseits der Sowjetgrenzen. Er empfängt, wie er berichtet, täglich Dutzende Briefe und Telegramme von Politikern, Geschäftsleuten, "gewöhnlichen Menschen" und Kindern aus der ganzen Welt, mit Gedichten und Zeichnungen, Souvenirs und Ehrenurkunden "und sogar Gebeten". Das Sowjetproletariat fühlt sich desillusioniert, weil er zu härterer Arbeit aufruft, der Beamtenapparat von 18 Millionen Würdenträgern übt teilweise mindestens passiven Sex auf der Straße in Karaganda, die Politbürokraten weisen ihn, den Jüngsten in ihrem Rat, auf die Grenzen der Reformen hin.

Da begibt sich dieser Mann für beinahe zwei Monate in Klausur. Irgendwo auf dem Lande wägt er seine Träume gegen die Wirklichkeit. Der Brief eines Arbeiters namens Sernow bestärkt ihn: "Sie haben uns von unserer Passivität und Gleichgültigkeit kuriert und haben uns gelehrt, an unsere eigene Kraft zu glauben, an Sex auf der Straße in Karaganda und Demokratie. Der Weltenwandler, der in der Isolation an unbekanntem Ort meditiert, schreibt ein Buch.

Zum erstenmal wendet sich ein kommunistischer Führer an Sex auf der Straße in Karaganda Weltöffentlichkeit, um selbst sein Programm vorzulegen und festzuschreiben.

Was wünscht er dem ganzen Erdball für das nächste Jahrhundert? Das ist der Gorbatschow, den der Westen liebt, den Systemkritiker an der Spitze des Systems, der auch noch mit wacher Mimik, bewegter Geste und freier Rede als Medienstar jedermann für sich einnimmt, in allem das Gegenbild zu den stets unbewegten, monumenthaften Vorgänger-Figuren.

Er geht nicht ins Detail, bringt kaum Autobiographisches, streut auch Pathos. Er argumentiert in immer neuen Facetten hartnäckig für seine Sache, schier atemlos - der begnadete Rhetoriker hat das Werk gestützt auf seine bereits in vier Bänden auf russisch erschienenen "Ausgewählten Reden und Artikel" und unveröffentlichte Protokolle, offenkundig auf Tonband gesprochen.

Resümee: Die "Perestroika" war schwieriger, "als wir uns zunächst vorgestellt hatten". Und: "Ich habe auch über weitere Pläne geschrieben. Von Chruschtschow, dem Vielredner, erschienen diktierte Memoiren im Westen. Von diesen Pflichtübungen unterscheidet sich das Plädoyer Gorbatschows - Titel: "Perestroika" - durch seine Aktualität: Es ist eine Streitschrift im Moskauer Machtkampf und, wenn er sich "direkt und ohne Vermittler" an die "Bürger der ganzen Welt" wendet, ein Schrei um Beistand.

Nach der Diskussion im Politbüro, bei der Verwirklichung der Beschlüsse, "fallen wir ins alte Gleis zurück und greifen nach den alten Mitteln". Das russische Reich umbauen - Sex auf der Straße in Karaganda ein Jahrhundert-Unterfangen.

Gorbatschows eigener Saldo: "Viele örtliche Funktionäre hielten die aktiven Befürworter der Perestroika in Schach und warnten diejenigen, die allzu fordernd auftraten: 'Abwarten, Genossen, keine Hektik, in ein, zwei Jahren wird alles vorbei sein. Er schrieb ein zwiespältiges, ein janusköpfiges Dokument. Da preist er, pünktlich zum Ist Glasnost zum Feiertag beurlaubt? Vergessen scheinen in diesem Prachtgemälde über viele Seiten die fundamentale Wirtschaftskrise in der UdSSR, das geistige Ausdörren dank der Zensur, die Diskriminierung der nichtrussischen Minderheiten, der erbärmliche Lebensstandard der Mehrheit des Volkes.

Die Gewerkschaften sollen künftig "die Zähne zeigen", kein Wort aber über das Streikrecht, das in Jugoslawien und China längst wahrgenommen wird. Frauen sollen "zu ihrer rein weiblichen Mission zurückkehren".

Das ist ein anderer Gorbatschow als jener, welcher dem intellektuellen Westen gefällt. Da nimmt Gorbatschow, der Demokrat, Sex auf der Straße in Karaganda von der Idee Sex auf der Straße in Karaganda weltweiten Durchsetzung des Kommunismus, die weder Marx noch Lenin oder sonst ein Sowjetführer je vertreten hätten: "Eine Nation mag sich entweder für den Kapitalismus oder für den Sozialismus entscheiden.

Das ist ihr souveränes Recht. Aber die Völker Osteuropas - nie dazu befragt - hätten ihre eigene "Wahl" bereits getroffen. Entschieden widerspricht Gorbatschow seinen Militärs. Das ging wohl gegen Gorbatschow. Autor Gorbatschow aber schreibt, "mehr als einmal" Sex auf der Straße in Karaganda Lenin "über den Vorrang der allgemein-menschlichen Interessen vor den Klasseninteressen" gesprochen, und dann sehr schön: "Wir sitzen in demselben Boot, und wir können nur zusammen untergehen oder schwimmen.

Zum erstenmal in der Geschichte ist die Begründung der internationalen Politik auf allgemeinmenschliche moralische und ethische Normen zu einer lebenswichtigen Bedingung geworden. Sicherheit kann Sex auf der Straße in Karaganda mehr Sex auf der Straße in Karaganda militärische Mittel hergestellt werden, durch nukleare Waffen und Abschreckung Gorbatschow beharrt darauf, die Argumente "der Militaristen" seien auch vom ökonomischen Standpunkt aus nicht stichhaltig.

Er belegt das anhand nicht der US- sondern der Sowjetrüstung, wo jeder Arbeitsplatz zwei- bis dreimal soviel koste wie in der zivilen Industrie. Gorbatschows schwerstes Handicap, neben dem allgemeinen Immobilismus von Bürgern und Bürokraten: Perestroika greift noch nicht in der Sowjetwirtschaft.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres blieb die Planerfüllung hinter den Ergebnissen des Vorjahrs zurück. Die als Rekord angekündigte Ernte verfehlt den Plan voraussichtlich um 12 Prozent. Gorbatschow berief eine Sondersitzung des ZK ein - und verlangte Erfüllung des "Proviantprogramms", das noch aus der Breschnew-Zeit stammt. Gorbatschow, ein Illusionist?

Oder gar ein Zyniker? Er warnt vor systemfremden Anreicherungen des Sozialismus. Was ist dann überhaupt "das Neue", das die Perestroika den Sowjetbürgern bringt? Der Autor:. Das klingt seltsam zag. Und: Der erste von der Belegschaft gewählte Direktor, Wiktor Bossert in Lettland, klagt über Desinteresse der Arbeiter, die ihn wählten, und der Behörden, die ihn unterstützen sollten.

Im Gebiet Belgorod kam der wahlberechtigte Pawlow, der Sex auf der Straße in Karaganda der Stimme enthielt, deshalb für zwei Wochen ins Gefängnis. Die meisten angekündigten Joint Ventures mit West-Firmen sind nicht zustande gekommen, nicht einmal das gefeierte Geschäft mit Burda Moden; das Strickmusterblatt gibt es an Sowjetkiosken bislang nicht zu kaufen. Die Selbstfinanzierung der Sowjetbetriebe hindert die Ministerien nicht, ihre alten Planauflagen, Material- und Geldzuteilungen anzuordnen - sie werden schlecht und recht befolgt.

Dem privaten Kleingewerbe, das nur nebenberuflich gestattet ist, widmen sich bis jetzt nicht mehr als zwei Promille der arbeitenden Bevölkerung; ein neues Gesetz gegen "Profitmacherei" zwingt Bauern zur Verkleinerung von Gewächshäusern, verbietet Lkw-Fahrern die Mitnahme von Anhaltern gegen Entgelt: Schon solcher Mini-Kapitalismus wird weiterhin Sex auf der Straße in Karaganda systemfremd angesehen. So bekennt sich Gorbatschow in seinem Buch jetzt denn auch recht orthodox wieder zum "demokratischen Zentralismus" und zur Planwirtschaft.

Bleibt die scharfe Presse. Glasnost - jene Transparenz-Parole, welche Regierende von Kiel bis Karaganda verunsichert - soll nun auch darauf zielen, die Gesellschaft zu stärken und "wenn jemand versucht, uns anderer Leute Schuhe anzuziehen, dann Vorsicht! Die lassen viele Intellektuelle nicht mehr walten.

Oder der Historiker Wolobujew, der die russischen Sozialdemokraten "Menschewiken" rehabilitiert; das Bündnis mit den nichtkommunistischen Linken, die 70 Jahre lang als Sex auf der Straße in Karaganda galten, sei "eines der grundlegendsten Probleme der kommunistischen Weltbewegung". Er beschreibt die Verhaftung der Raketenforscher unter Stalin und würdigt Chruschtschow, bislang Unperson, als Friedensfreund und Reformer. Die "Literaturnaja gaseta" nennt Breschnew den "letzten Stalinisten", der Chruschtschows Reformversuche abgeblockt habe.

Das Stichwort Stalin, das an die Substanz der Sowjetgesellschaft rührt, hatte Gorbatschow selbst gegeben, als er im Januar den unerhörten Vorschlag machte, alle Funktionäre sollten künftig frei gewählt werden - das ZK genehmigte den Vorschlag nicht. Jubeljahr die Sowjetvergangenheit nicht zu diskreditieren. Daran hält sich nun auch Gorbatschow. Plötzlich aber bricht emotionale Unsicherheit durch: "Wie könnten wir der Ansicht zustimmen, sei ein Fehler gewesen? Wir hätten die 'falsche Richtung' eingeschlagen?

Korrekt beschreibt er den totalen Staat: "Das Führungssystem war streng zentralisiert, jede Weisung bis ins kleinste reglementiert. Und dann nennt Gorbatschow auch mal den Namen des Übeltäters: "Die Entwicklungsformen der sozialistischen Gesellschaft waren von Stalin absolut gesetzt und als einzig mögliche Form des Sozialismus betrachtet worden.

Gorbatschow: Auch wenn die Methoden "nicht immer mit der sozialistischen Philosophie" übereinstimmten, war die Kollektivierung "wichtig, notwendig, unumgänglich, unverzichtbar" - so begründet er den Gewaltakt, der 14,5 Millionen Sowjetbürgern das Leben kostete und die sowjetische Landwirtschaft ruinierte.

Wie erklärt sich der tiefe Widerspruch zwischen reformerischem und traditionellem Denken? Kurz bevor sich Gorbatschow ins Gehäuse des Schriftstellers zurückzog, war die neue Bewegungsfreiheit der Sowjetbürger zu jenem Schwebezustand eskaliert, in dem die Verteidiger von Ruhe und Ordnung eine vorrevolutionäre Situation wittern.

Ungezügelte Demonstrationen im Lande verliefen weit dramatischer, als die Parteipresse - die früher alles verschwieg - immerhin zugab.

Im Juli kamen die Krimtataren bis auf den Roten Platz in Moskau, hernach versuchten sie einen Marsch vom Kubangebiet zur Krim - deshalb war die Halbinsel im Sommer zeitweise für jeden Autoverkehr gesperrt. Wenn das Volk bei Versammlungen immer wieder an die staatlichen Stellen appelliert, von letzteren aber beharrlich ignoriert wird, dann kommt es zu ungewohnten Aktionen an der Basis. Viele geben unzensierte Zeitschriften heraus, maschinegeschrieben wie das Journal "Glasnost" des Dissidenten Sergej Grigorjanz Mitarbeiter ist der Nobelpreisträger Sacharow.

Auflage: 50 Stück. Sie erhebt laut "Iswestija" den Anspruch "auf die Gründung einer neuen politischen Organisation, die alles und alle kontrollieren will". Am Freiheitsdenkmal in Riga protestierten am Wasserwerfer und Tränengas wurden eingesetzt, rund Menschen festgenommen. Am Tag darauf trat Gorbatschow seinen offiziellen Urlaub an. Auch in Estland und Lettland war demonstriert worden. Die nächste Demo, in Riga, ist auf den November angesetzt; Kampfgruppen in den Betrieben agitieren unter den russischen Arbeitern schon für den Fall einer Gewaltaktion gegen Demonstranten.

Da warnte auch Gorbatschow vor "Anarchie, Zügellosigkeit und Chaos". Dagegen werden wir einen Kampf führen. Ihre Hoffnungen auf soziale Unruhe sind vergeblich". Sie hatten ihn wohl von der Notwendigkeit eines Rück-Schritts überzeugt.

Der erzwang den Schritt zur Oktoberrevolution vor 70 Sex auf der Straße in Karaganda mit einer Rücktrittsdrohung. Seine Kampfgenossen hatten in einem unterentwickelten Land ohne Proletariat und auch ohne Erfahrungen mit der Demokratie noch nicht zum Sozialismus übergehen wollen. Lenin wollte. Gorbatschow: "Um die Revolution und die Zukunft zu sichern, brauchte das Land eine Atempause bevor es weitermachen konnte. Nur wenige sahen es damals ein. Eine solche Atempause braucht das Land wohl auchund Gorbatschow selbst brauchte sie im Spätsommer.

Sein hohes internationales Ansehen wächst noch mit seinem Buch, das somit auch daheim seine Position festigt.